Die KULTURGASTSPIELE im DAS RONACHER – Festspielzeit in Bad Kleinkirchheim

KULTURGASTSPIELE im Oktober 2019

DIE NEUNTEN KULTURGASTSPIELE – von PETER SIMONISCHEK über BARBARA AUER bis zu den Rockern von NACKED LUNCH:
GROSSE STARS IM RONACHER

Es wird musikalisch und lebendig wie noch nie. Im Ronacher feiern große Künstler Lieder und Geschichten, die Mut machen. Mut, Grenzen neu zu überschreiten. Und immer wieder doch zusammenzufinden.

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Das PROGRAMMHEFT der KULTURGASTSPIELE 2019 bequem zum Blättern als E-Book für SIE: HIER!

Ihre Gastgeber: Familie Ronacher

Lieber  RONACHER GAST,  lieber KULTURFREUND,  lieber BESUCHER der KULTURGASTSPIELE!

Wow, Wow, Wow – was ist da wieder für ein Programm, was sind da wieder für Künstler zusammen! Günther Beelitz hat mit seinem Mut ein Programm zusammengestellt, das große, international renommierte Künstler vereint – um Mut zu machen. Mut zu neuen Erlebnissen und Erfahrungen. Mut zu sich selbst. Mut, Grenzen zu überschreiten. Die neunten KULTURGASTSPIELE machen zum Thema, was auch für uns ein wichtiges Motto ist: den Aufbruch. Den Mut dazu, sich neu zu finden und neu zu erfinden. Das versuchen wir für Sie, liebe Gäste, auch immer wieder mit unserem Ronacher. Und uns freut sehr, wie treu Sie uns auf diesem Weg begleiten.

In den Geschichten und Liedern – ja, es wird sehr viel gesungen und musiziert dieses Jahr! – geht es immer wieder um die Begegnung mit dem Neuen, dem Fremden. Und darum, daraus Kraft zu entwickeln. Musik, Gesang, Spiel – sie sind Mittel des Zusammenkommens. Und geben Kraft für eine neue Zeit.

So wie auch wir Ihnen einen Ort bieten wollen, um aufzutanken, Mut zu fassen. Dinge mit Abstand und neu sehen zu können. In unserer Oase der Wellness und des Genusses. Und mit den tollen Künstlern, die den Oktober für Sie und uns zu einem Fest des Mutes und des Lebens machen.

WIR FREUEN UNS MIT IHNEN ZUSAMMEN AUF UNVERGESSLICHE ABENDE!
Ihre Simone und Markus Ronacher

Ihr Intendant: Günther Beelitz

Verehrte, liebe KULTURGASTSPIELE FREUNDE,

in einem Jahr, in dem die österreichische Regierung an öffentlich gewordenen Allmachtsphantasien zerbricht. In dem Europa wählt, und die einen das Fremde fürchten – und die anderen die neue Stärke von Rechtspopulisten. In einem Jahr, in dem immer deutlicher wird, was Angst alles anrichten kann. In genau diesem Jahr wollen wir ein Fest der Lebensfreude, der Grenzüberschreitung, des Miteinanders dagegensetzen. Und den Mut feiern. Die Kunst. Die Musik. Die Liebe. All die Power, die uns zusammenbringen kann. Über alle Grenzen hinweg. Lasst uns zusammen erleben, welche Kraft Mut hat – und welche Kraft Mut uns gibt. Come together!

Ich bin so – verzeihen Sie, liebe KULTURGASTSPIEL-Freunde – verdammt froh, dass es Menschen, wie diese großen Künstler gibt. Und Bühnen wie die im Ronacher. Und Menschen wie Sie – die sich auf das Kunst-Erlebnis einlassen. Denn mit der Kunst und durch die Kunst können wir zusammen die Welt neu deuten. Wege finden. Und Mut entwickeln, statt Angst. Vorwärts, „Komm! ins Offene, Freund!“ – um es mit Hölderlin zu sagen.

Und dabei – keine Sorge! – wird es keine Sekunde akademischpolitisch oder abstrakt. Nein. Wir haben uns zusammen mit den tollen Künstlern, viele davon wieder langjährige Weggefährten von mir, entschieden, auf Carl Valentin zu vertrauen: „Jedes Ding hat drei Seiten. Eine positive, eine negative und eine komische.“ Wir wollen mit präzisen Worten, hellsichtigen Lesungen und großen musikalischen Abenden die Dinge wenden. Das Absurde und Komische in ihnen deutlich machen. Und genau daraus neuen Mut entwickeln.

"VORHANG AUF!"

Ihr Günther Beelitz
Intendant KULTURGASTSPIELE

Künstlerische Leckerbissen und ein abwechslungsreiches Programm:

STRING OF PEARLS & DAS HIPPIE-KAMMERORCHESTER

STRING OF PEARLS & DAS HIPPIE-KAMMERORCHESTER (Bild: Ruth von Chelius)

Donnerstag, 3. Oktober 2019
„COME TOGETHER!“

Ein Kulturrausch zum Aufbruch

Musik, Lust – und Liebe! Ausbrechen und Aufbrechen. Gemeinsam neue Wege finden. Come together! Das ist Aufruf und Aufforderung. Und als musikalischer Abend mit den „String of Pearls“ um Julia von Miller, Ikonen der ironisch-pointierten Sangeskunst im Ronacher, ein wahres Fest zum Auftakt der KULTURGASTSPIELE.

Die Pearls machen, durch die Gitarristen und Sänger Hans von Chelius und Calle Dürr erweitert zum „Hippie-Kammerorchester“, den Zauber und die Kraft der visionären 70er Jahre lebendig. Menschen weltweit brachen mit gesellschaftlichen Traditionen – und erzählten davon in Liedern. Der Soundtrack der Epoche ist legendär und spiegelt das Lebensgefühl rund um die Welt: Joni Mitchell, Janis Joplin und die Frauenbewegung, die Beatles und fernöstliche Philosophien, die Stones, Rebellion und Drogen, „Mrs. Robinson“, der Bruch mit der biederen Bürgerlichkeit, „Imagine“, Solidarität und Pazifismus, Achselhaar und Hippie-Klamotten, Woodstock, Utopie und sexuelle Befreiung, Demonstrationen, Happenings, Sit-ins. Und immer wieder eine Botschaft. In Kunst und Kultur – im Leben: Come together!

„Hingerissenes Seufzen des Publikums bei Liedern, die Nostalgie in die Herzen zaubern. Nicht zuletzt die geistreichen und treffsicheren Zwischentexte sorgen für eine sinnfällige Verbindung.“ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

ADELE NEUHAUSER & DAS KAMMERPUNKJAZZ-TRIO EDI NULZ

ADELE NEUHAUSER & DAS KAMMERPUNKJAZZ-TRIO EDI NULZ (Bild: Antonia Renner)

Samstag, 5. Oktober 2019
„DIE LETZTEN IHRER ART“
Überlebenskampf in Worten, Tönen und Tieren

Wenn Grenzen verschwimmen oder wieder neu überwunden werden müssen; wenn Entwicklungen stocken, oder plötzlich ganz schnell gehen; wenn sich Leben verändert und neue Antworten verlangt – dann hilft manchmal ein Blick in die Tierwelt bei der Orientierung …

Adele Neuhauser und die Band „Edi Nulz“, bekannt für ihren unbekümmerten Umgang mit Musik-Stilen aller Art, machen in einer virtuos-verspielten musikalischen Lesung lebendig, was Kult-Autor Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“) zusammen mit dem Zoologen Mark Carwardine erlebte und aufschrieb. Sie berichten von „Kakapos“, den „größten, fettesten und flugunfähigsten Papageien der Welt“ (Adams), lärmgeschädigten Flussdelfinen, Drachenechsen – und allerhand absonderlichen Menschenfiguren. Sie alle kämpfen irgendwie ums Überleben in einer veränderten Welt. Und wie, ist so lehrreich wie grandios unterhaltsam.

"Es ist ein derart skurriles, komisches, absonderliches Panoptikum menschlicher Schwächen, Schrullen und Verhaltensweisen, dass einem beim Zuhören die Augen aufgehen. Vermutlich würde die zittrige Nadel eines Humormessers erst außerhalb des Messfeldes zum Stehen kommen!“ MITTELBAYERISCHE ZEITUNG

MANUEL RUBEY & GERALD VOTAVA

MANUEL RUBEY & GERALD VOTAVA (Bild: Jule Stipsits)

Mittwoch, 9. Oktober 2019
„ICH DACHTE, ES SIND MENSCHEN, ES SIND ABER LEIDER WIENER“
Furiose Jugendgeschichten von zwei Schauspiel-Stars und Multitalenten

Sie wurden geboren, als ihre Eltern gerade Grenzen sprengen wollten: Falco-Darsteller und Ex-"Mondscheiner"-Frontmann Manuel Rubey und Kabarett-Star Gerald Votava sind Kinder der 70er und 80er. Geboren in Wien, in der Zeit, in der es noch keine Handys gab – und man nicht online, sondern vor der Haustür aufwuchs. Um sie herum: Wiener Dialekt. Ursprünglich, wunderbar. Bis irgendwer die pädagogische Richtlinie „Schön sprechen!“ ausgerufen hat. Und plötzlich versuchten alle hochdeutsch zu sprechen, wenn sie sich zu ihren Kindern umdrehten …

So sind Rubey und Votava quasi zweisprachig aufgewachsen. Doch ihre erste Spache, blieb der Dialekt: „i hob da in mia / so ar oat dialekt / den howi ned von da muata griagd / howin grad east entdeckt“ (Ernst Jandl).

Vorhang auf für einen genussvoll dialektischen Dialog, der Sprach-Grenzen sprengt – in Wort und Musik.

„Manuel Rubey hat das Seelenfleisch einer Ikone in sich.“ David Schalko im „WIENER“
„Grandios. Man mag Gerald Votava.“ WIENER ZEITUNG

PETER SIMONISCHEK

PETER SIMONISCHEK (Bild: Xenia Hausner)


Samstag, 12. Oktober 2019
MICHAEL KOHLHAAS
DIE SCHAUSPIEL-LEGENDE LIEST HEINRICH VON KLEIST

Er ist eine sehr lebendige Legende: Peter Simonischek. Energiebündel, Charakterdarsteller, immer menschlich gebliebener Schauspiel-Star. Ausgezeichnet mit allen Ehrungen, von denen Schauspieler träumen – „Europäischer Filmpreis“, „Nestroy“ und „Lola“ sind nur ein kleiner Teil der Liste. 2017 war er "Österreicher des Jahres“ in der Kategorie „Kulturerbe“, 2019 wurde er zum Ehrenmitglied des Burgtheaters ernannt. Jetzt liest er auf der intimen Bühne im Ronacher. Ein Zusammentreffen mit einem Meister seines Fachs – und der Erzählung eines der größten Meister des Wortes.

„Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist spielt Mitte des 16. Jahrhunderts und handelt von einem Pferdehändler, der gegen ein Unrecht zur Selbstjustiz greift. Seine Devise: „Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe auch die Welt daran zugrunde!“ Moral gegen Gesetz. Der Wunsch nach Eindeutigkeit – und der Kampf um Zwischentöne. Grenzen der Gerechtigkeit. Eine Erzählung, meisterhaft in ihrer Ambivalenz – und noch immer so aktuell wie bewegend.

„Das Schöne, wenn Peter Simonischek liest: Es hört sich alles leicht an. Er illustriert nichts, er unterlegt nichts, er setzt nichts auf. Wie für ein langes, buntes Schillern und Funkeln moduliert Peter Simonischek seine Sprache – in Tiefe, Höhe, Tempo, Lautstärke wie Emphase. Obwohl er nur liest, ist da ein
Schauspieler am Werk, der jeder Passage ihre Nuance aus dem unendlichen Spektrum unserer Gefühle verleiht.“
SALZBURGER NACHRICHTEN

JÖRG HARTMANN

JÖRG HARTMANN (Bild: Stefan Klüter)


Donnerstag, 17. Oktober 2019
„JUGEND OHNE GOTT“ VON ÖDÖN VON HORVATH

Samstag, 19. Oktober 2019
„DER TRINKER“
VON HANS FALLADA

Zwei furiose Abende mit dem Theater- und Tatort-Star

Er ist vielleicht der aufregendste, auf jeden Fall der rauste Kommissar im deutschen Fernsehen: Jörg Hartmann. Als Peter Farber ermittelt er im Dortmunder Tatort trinkfest und oft schroff – jedenfalls immer etwas anders als seine Fernseh-Kriminalisten- Kollegen. Hartmann macht jede Sekunde zu einem Schauspielfest. Jetzt lädt er das Publikum im Ronacher an zwei Abenden zu Begegnungen mit ganz großer Literatur ein:

In der großen „Jugend ohne Gott“-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen brillierte Hartmann gerade als Lehrer, der sich gegen die faschistischen Tendenzen seiner Schüler wehrt – und dabei selbst schuldig wird. Im Gespräch mit Günther Beelitz gibt er Einblicke in die Probenarbeit und zaubert Horváths hellsichtiges Meisterwerk auch auf die intime Ronacher-Bühne.

Hans Fallada ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Vorkriegszeit und wurde mit „Kleiner Mann – was nun?“ weltberühmt. „Der Trinker“ gilt als sein persönlichstes Werk. In Haft schrieb er heimlich die Zeilen, die zum Geständnis und zur Auseinandersetzung mit seiner jahrelangen Sucht
wurden. Jörg Hartmann macht den vielschichtigen Text lebendig – und erlebbar, wie selbst in Falladas düstersten Zeilen unbändige Sehnsucht nach dem Leben steckt.

„So direkt und physisch, wie Hartmann seine Figuren anlegt, bekommt uns dieser Höllenfahrer jedes Mal aufs Neue. Die radikale Konsequenz fasziniert.“ FAZ

OLIVER WELTER & BORIS HAUF

OLIVER WELTER & BORIS HAUF (Bild: Boris Olze)

Dienstag, 22. Oktober 2019
„NAKED LUNCH – AKUSTISCH“
Alternativ-Rock intim und unfertig – ein einmaliges Erlebnis

Sie sind die wichtigste österreichische Independent-Band aller Zeiten. Und es gibt kaum einen nationalen Musikpreis, den sie noch nicht gewonnen haben: „Naked Lunch“ rocken jeden Saal. Doch auf der kleinen Bühne im Ronacher ist etwas ganz besonderes zu erleben: eine Band auf dem Weg, auf der Suche nach neuen Liedern. Unfertig und intim. Einmalig! Akustisch – live und direkt.

Oliver Welter ist der Frontmann, Songautor, Sänger. Gerade brodelt in ihm wieder die Kreativität. Er arbeitet daran, sich und seine Band – mal wieder – neu zu erfinden. In dieser Phase des künstlerischen Auf- und Umbruchs spielt er nur wenige, handverlesene akustische Konzerte von allerhöchster Intensität. Zusammen mit Boris Hauf, dem Pianisten der Band und einem international anerkannten Meister an Klavier und Keyboard, spielt er alternative Versionen bekannter Stücke und gewährt Einblicke in neue Kompositionen. Zusammen mit dem Publikum überwinden die beiden alte Grenzen und entdecken Neues.

„Die Kärntner Indie-Helden um Sänger Oliver Welter gibt es seit 25 Jahren. Sie sind der Beweis, dass auch aus den entlegensten Winkeln dieses Landes Pop
von internationalem Format kommen kann.“ DER STANDARD

 

ERWIN STEINHAUER & PETER ROSMANITH & GEORG GRAF

ERWIN STEINHAUER (Bild: Nancy Horowitz)

Donnerstag, 24. Oktober 2019
„DRACULA, DRACULA“
Ein virtuoses Schauerstück in Wort und Klang

„drakula, du schlimmer / komm nicht auf mein zimmer / tu mama nicht schrecken / nicht uns kinder necken / bleib’ bloß schön zu haus’ / bei der flebebermaus.“

Bei H.C. Artmann geht es nicht nur schaurig zu, sondern schaurigst. Seine lustvoll überhöhte Dracula-Fassung ist ein Fest der literarischen Grenzüberschreitung – immer mit dem Ziel, hinter dem Grauen Neues zu entdecken.

Der grandiose Erwin Steinhauer, gefeierter Schauspiel- und Kabarett-Star und jüngst zum Kammerschauspieler ernannt, ist Johann Adderley Bancroft. Der junge englische Adelige, der sich nach Transsylvanien aufmacht – doch zugleich ist Steinhauer auch der nuschelnde Diener des Grafen, der Graf selbst und sogar Bancrofts Verlobte Edwarda Cornwallis. Virtuos lässt er all diese Figuren lebendig werden – und schafft es, bei aller witzigen Absurdität der Texte, thrillerartige Spannung aufzubauen.

Die passende Weltmusik dazu kommt von Peter Rosmanith und Georg Graf: Sie entwerfen meisterhaft ein Panorama südosteuropäischer Klänge, ein imaginäres Transsylvanien. Pulsierend und düster, rasant im Grauen. Rhythmisch schlagen die Herzen, schauernd – und doch getrieben von der unbändigen Lust, Neues zu erleben. Rosmanith hat „Dracula, Dracula“ mit Graf und Steinhauer als Hörbuch produziert – jetzt zeigen sie es live im Ronacher.

„Wie es sich für einen solch feinen Text geziemt, legt Erwin Steinhauer jedes Wort, um es in seinem ganzen Glanz erstrahlen zu lassen, auf die Goldwaage. Peter Rosmanith erschafft dazu eine schaurig-schöne Klangwelt, in der Steinhauers volltönende Stimme ebenso wie Artmanns Witz, sein Pendel zwischen Ironie und Pathos hervorragend zur Geltung kommen. Die Beiden wecken Sehnsüchte, die Draculas Blutdurst nahe kommen.“ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

STEFAN HUNSTEIN

STEFAN HUNSTEIN (Bild: Dorothee Falke)

Freitag, 25. Oktober 2019
"UNTERWERFUNG“
Gefeiert im Schauspiel Bochum, jetzt im Ronacher

Michel Houellebecq ist DER Autor der Gegenwart. Gefeiert, kritisiert, geliebt, gehasst – auf das Erscheinen seiner Romane schaut ganz Europa. Und "Unterwerfung“, sein vorletzter Roman, gehört zu den meistgelobten und umstrittensten Romane der letzten Jahrzehnte. Houellebecq lässt – satirisch
böse und die Spannungsverhältnisse unserer Epoche hellsichtig sezierend – den fiktiven Kandidaten der Muslimbruderschaft seine fiktive Präsidentenwahl in Frankreich gewinnen. Und seinen Protagonisten, den Literaturwissenschaftler François, einen Horrortrip beginnen, der ihn doch immer mehr zu sich führt. Letztlich sogar zu Ruhe und Genuss. Was als Dystopie beginnt, scheint zur Utopie zu werden. Oder?

Ambivalent und immer jedes (Vor-)Urteil verkehrend. Houellebecqs Roman ist ein brillantes Spiel mit Erwartungen, Ängsten und Phantasien. Und eine der klügsten Auseinandersetzungen mit der Angst vor dem Fremden.

Stefan Hunstein spielt François in einer gefeierten Inszenierung des Star-Regisseurs Johan Simons am Schauspielhaus Bochum. Jetzt macht er diese fantastische Rolle in einer szenischen Lesung im Ronacher lebendig.

„Unangestrengt präzise, leichthändig, mit vielen kleinen schillernden Brechungen.“ FAZ
„Der Stoff: hochpolitisch, brisant. Die Inszenierung: spielerisch, intelligent. Ein toller Abend.“ WDR

BARBARA AUER

BARBARA AUER (Bild: Janine Guldener)

Sonntag, 27. Oktober 2019

„DER BALL“
Die Star-Schauspielerin gewährt sensibel Einblicke in eine gefährliche Zeit

Barbara Auer ist aus dem deutschsprachigen Film nicht wegzudenken, für ihre großen Rollen wurde sie unter anderem mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Erstmals gastiert die Star-Schauspielerin nun im Ronacher – und das mit einer ganz besonderen Novelle, die ihr viel bedeutet.

„Der Ball“, 1930 erschienener Roman der jüdischen Schriftstellerin Irène Némirovsky, ist ein so vielschichtiges wie sensibles Psychogramm einer Mutter-Tochter-Beziehung. Und zugleich ein hellsichtiges Gesellschafts-Porträt aus dem Paris der dreißiger Jahre. Gesellschaftliche Hierarchien, die
zementiert scheinen. Eine heraufziehende Gefahr. Falsche Schlüsse daraus. Das rasante Zusteuern auf einen Abgrund ...

Barbara Auer macht diese Novelle – intim und berührend – lebendig. Und stellt Irène Némirovskys Zeilen mitten hinein in eine Zeit, in der plötzlich wieder über das Kippa-Tragen und neuen Antisemitismus diskutiert wird.

„Die Schauspielerin Barbara Auer ist großartig. Einen Film, in dem Barbara Auer mitspielt, sollte man immer anschauen, allein wegen Barbara Auer. Weil sie eine Mischung aus Stolz und Verletzlichkeit verströmt. (…) Diese Schauspielerin verbirgt nichts, spielt aber auch nicht für den Blick der anderen. Sie bewahrt ihre Unergründlichkeit und teilt sich dennoch mit.“ DIE ZEIT

KARTEN-RESERVIERUNG:


Karten:
Für Übernachtungsgäste: im Nächtigungstarif inkludiert

Für Tagesgäste: Restkarten nach Verfügbarkeit
Vorverkauf: € 38,–
Abendkassa: € 48,-

Ausschließlich mit Karte & Verwöhnmenü buchbar:
5. Oktober: Adele Neuhauser /9. Oktober: Manuel Rubey & Gerald Votava
12. Oktober: Peter Simonischek / 24. Oktober: Erwin Steinhauer


Kartenreservierungen an der Hotelrezeption oder per

Beginn: 20:30 Uhr, Einlass ab 20 Uhr
Anschließend Meet and Greet mit den Künstlern in der Bar-Lounge.

Tagesgäste

Verwöhn-Menü 18 Uhr, inkl Karte € 96,–

Folgende Veranstaltungen sind ausschließlich mit Karte & Verwöhnmenü buchbar:
5. Oktober: Adele Neuhauser
9. Oktober: Manuel Rubey & Gerald Votava
12. Oktober: Peter Simonischek
24. Oktober: Erwin Steinhauer

Tagespaket: Galafrühstück 7.30 – 12 Uhr, 4.500 m² Thermen- und Saunawelt mit Einzelkabine, Bademantel, Handtüchern und Tasche, Hauben-Verwöhn-Menü, Garagenplatz in der Autoresidenz, inkl. Karte € 160,–

Die KULTURGASTSPIELE sind immer eine Reise wert

Entdecken Sie eine einzigartige Kombination aus Genuss, Wellness und Kultur im Hotel Ronacher. Während der KULTURGASTSPIELE haben Sie die einmalige Chance, bekannte Künstler privat zu treffen und besondere Veranstaltungen in kleinem Rahmen zu genießen. 

Senden Sie Ihre unverbindliche Anfrage ab, sichern Sie sich Ihre Plätze für die kommenden KULTURGASTSPIELE im Ronacher und freuen Sie sich auf unvergessliche Tage in den österreichischen Alpen.