HARALD KRASSNITZER mit „WER WIR WAREN“, der Zukunftsrede von Roger Willemsen am 28. Oktober 2017

23. Oktober 2017
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Roger Willemsens war einer der anerkanntesten Intellektuellen, einer der anregendsten Denker und einer der leidenschaftlichsten Zweifler unserer Zeit. Er war Moderator, Regisseur, Dozent, weltgewandt und preisgekrönt – unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold, dem Rinke und dem Julius-Campe-Preis. Sein letztes Buch sollte „Wer wir waren“ heißen. In ihm wollte Willemsen die Versäumnisse der Gegenwart aus der Perspektive derjenigen erzählen, die nach uns leben werden. Dieses Buch werden wir nie lesen können. Umso stärker wirkt die Rede nach, die Roger Willemsen bei seinem letzten öffentlichen Auftritt im Juli 2015 hielt: Sie ist nicht nur das Resümee und die scharfe Analyse eines außergewöhnlichen Zeitgenossen, sondern zugleich das leidenschaftliche Plädoyer für eine „Abspaltung aus der Rasanz der Zeit“. Sie ist ein Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären. Ein Aufruf zur Veränderung.

Mit dieser Rede setzt der so großartige wie politisch engagierte „Tatort“-Kommissar und Fernsehstar Harald Krassnitzer einen starken Akzent auf der Bühne im Ronacher. Eindringlich, variantenreich und achdenklich erinnert er an den großen Willemsen – und teilt dessen letzte Zeilen mit dem Publikum.


HARALD KRASSNITZER,

geb. 1960 in Grödig bei Salzburg, machte seine ersten schauspielerischen Schritte am Schauspielhaus Graz und am Wiener Volkstheater und ist mittlerweile mit seinen Fernsehrollen im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt. Im „Bergdoktor“ spielt er den Dr. Justus Heilstein. Als Hauptkommissar ermittelt er mit Adele Neuhauser im Wiener „Tatort“. Zusammen wurden sie mit dem Grimme-Preis geehrt.


„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“

ROGER WILLEMSEN

„Harald Krassnitzer würde man wohl auch ganz ohne Drehbuch zuschauen und sich wunderbar unterhalten fühlen.“
FAZ

Freuen Sie sich auf diesen besonderen Festspiele-Abend!

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